Wenn Mimikfalten
zu tiefen Furchen werden

Ein Gesicht mit lebhafter Mimik neigt dazu, zunächst feine Linien, dann erste Fältchen und später tiefere Falten zu bilden. Bei solchen tiefen Mimikfalten ist eine Behandlung mit einem Mittel zur Muskelentspannung besonders erfolgsversprechend. Zu diesen Mitteln gehört das auch in der Medizin eingesetzte Botulinumtoxin.

Der Einsatz von
Botulinumtoxin in der Medizin

Botulinumtoxin Typ A ist ein Protein, das von dem Bakterium Clostridium botulinum produziert wird und seit dem 19. Jahrhundert bekannt ist. Seit Jahrzehnten wird es erfolgreich in der Medizin angewendet, zum Beispiel zur Behandlung von bestimmten Bewegungsstörungen, einer Spastik zum Beispiel nach einem Schlaganfall, dem Schiefhals oder bei Lidkrämpfen. Seit Mitte der neunziger Jahre wird es außerdem zur Faltenglättung mimisch bedingter Falten und zur Hyperhidrosebehandlung eingesetzt. Das bakterielle Stoffwechselprodukt hemmt die Ausschüttung von Acetylcholin – einem Botenstoff, der die Erregungsleitung von den Nerven zum Muskel hemmt und somit die Muskulatur zum Beispiel die Glabellafalte (Zornesfalte) oder Querfalten an der Stirn oder Lachfalten um die Augen entspannt.

Botulinumtoxin zur
Entspannung von Gesichtsmuskeln

Durch eine Injektion kleiner Dosen Botulinumtoxin in die verspannten Muskeln des Gesichts werden diese nach und nach entspannt. Es wirkt direkt in den Muskeln auf die Signalübertragung des Botenstoffes (Acetylcholin), der zu einer Anspannung der Muskulatur führen kann. Durch die Entspannung werden darüber liegende Falten geglättet. Die Wirkung zeigt sich je nach injiziertem Muskel und je nach Faltentyp bereits nach 2-3 Tagen und hält ca. 3 bzw. 4 Monate an. Als zusätzlicher Effekt kann durch die Ruhigstellung der Muskulatur meist auch der Entstehung neuer Falten vorgebeugt werden.

Die Angst, dass die Mimik durch die Behandlung maskenhaft und starr wirkt, ist meist unbegründet. Jede Behandlung mit Botulinumtoxin kann individuell auf das gewünschte Ergebnis abgestimmt werden.